Das neue Schornsteinfegerrecht

Freie Wahl des Schorn­ste­in­fegers: Mit Beginn des neuen Jahres hat der Wet­tbe­werb auch Einzug in das Schorn­ste­in­fegerrecht gehal­ten.

Das neue Schornsteinfegerrecht

Nach der bis zum 31. Dezem­ber 2012 gel­tenden Regelung hat­te der Bezirkss­chorn­ste­in­fegermeis­ter alleine die Auf­gabe, in dem jew­eili­gen Bezirk die Emis­sion­s­mes­sung vorzunehmen, Schorn­steine und Kamine zu kehren und die Brand­sicher­heit der Feuer­stät­ten zu über­prüfen. Mit der neuen Regelung reagiert die Bun­desre­pub­lik auf den Hin­weis der Europäis­chen Union, im Bere­ich der Schorn­ste­in­fegerleis­tun­gen auch die Dien­stleis­tungs­frei­heit einzuführen.

Die nun erfol­gte Tren­nung in einen hoheitlichen und einen wet­tbe­werblichen Teil der Tätigkeit­en, ermöglicht dem Hau­seigen­tümer bei den wet­tbe­werblichen Auf­gaben eine freie Wahl des Schorn­ste­in­fegers. Zu den wet­tbe­werblichen Auf­gaben gehören das Kehren und die Über­prü­fung der Anla­gen z.B. durch entsprechende Emis­sion­s­mes­sun­gen. Automa­tisch kommt der Schorn­ste­in­feger nun nicht mehr ins Haus. So hat der Hau­seigen­tümer auch eigen­ver­ant­wortlich auf die Kehr- und Prüfin­ter­valle zu acht­en. Bedi­ent der Kunde sich eines anderen Schorn­ste­in­fegers muss dieser mit Hil­fe eines Form­blattes Mel­dung über die erfol­gten Kehr- und Prü­far­beit­en gegenüber dem bevollmächtigten Bezirkschorn­ste­in­feger machen.

Durch diese Neuerun­gen kön­nen auch Schorn­ste­in­fegerbe­triebe ohne eige­nen Bezirk sowie andere Handw­erk­er wie z.B. Instal­la­teure oder Heizungs­bauer die Schorn­ste­in­fegerar­beit­en anbi­eten, wenn sie über die entsprechen­den Fer­tigkeit­en und Ken­nt­nisse für das Schorn­ste­in­fegerhandw­erk ver­fü­gen.

Für den Kun­den kann es sich pos­i­tiv auswirken, dass der Preis mit dem Schorn­ste­in­feger frei aus­ge­han­delt wer­den kann, denn es gibt keine Gebührenord­nung mehr.