Gesund­heits­schä­den durch Medikament

Die Rechts­nach­fol­ge­rin der Her­stel­ler­fir­ma des Medi­ka­men­tes Duo­gy­n­on haf­tet nicht für Gesund­heits­schä­den, die durch die­ses Medi­ka­ment ver­ur­sacht wor­den sind.

Gesund­heits­schä­den durch Medikament

Eine dem­entspre­chen­de Kla­ge auf Zah­lung von Schmer­zens­geld und Fest­stel­lung einer wei­ter­ge­hen­den Haf­tung ist wegen Ver­jäh­rung vom Land­ge­richt Ber­lin in dem hier vor­lie­gen­den Fall eines Klä­gers, der bereits im ver­gan­ge­nen Jahr eine Aus­kunfts­kla­ge ange­strengt hat­te, abge­wie­sen wor­den. Der Klä­ger ver­langt von der Rechts­nach­fol­ge­rin des Medi­ka­men­ten­her­stel­lers Schmer­zens­geld in Höhe von min­des­tens 50.000,- EUR mit der Behaup­tung, er sei vor­ge­burt­lich gesund­heit­lich dadurch geschä­digt wor­den, dass sei­ne Mut­ter das Medi­ka­ment zur Fest­stel­lung einer Schwan­ger­schaft ein­ge­nom­men habe. Fer­ner begehrt er gericht­li­che Fest­stel­lung einer Haf­tung für jeg­li­che wei­te­ren Schä­den, die er durch Duo­gy­n­on erlit­ten habe.

Das Land­ge­richt hat im ver­gan­ge­nen Jahr eine Aus­kunfts­kla­ge des­sel­ben Klä­gers gegen die­sel­be Beklag­te abge­wie­sen. Mit die­ser Kla­ge woll­te der Klä­ger zur Vor­be­rei­tung einer Scha­dens­er­satz­kla­ge Aus­künf­te über bekann­te Wir­kun­gen, Neben­wir­kun­gen, Wech­sel­wir­kun­gen und Ver­dachts­fäl­le im Zusam­men­hang mit Duo­gy­n­on erlan­gen. Das Land­ge­richt hat die Kla­ge abge­wie­sen mit der Begrün­dung, mög­li­che Scha­dens­er­satz­an­sprü­che des Klä­gers sei­en ver­jährt. Des­we­gen sei der vor­ge­la­ger­ten Aus­kunfts­kla­ge die Grund­la­ge ent­zo­gen. Das Kam­mer­ge­richt hat die Beru­fung gegen die­ses Urteil als unzu­läs­sig verworfen.

Nun hat das Land­ge­richt Ber­lin – eben­falls wegen Ver­jäh­rung – die auf Zah­lung von Schmer­zens­geld und Fest­stel­lung einer wei­ter­ge­hen­den Haf­tung gerich­te­ten Kla­ge abgewiesen.

Land­ge­richt Ber­lin, Urteil vom 5. Juli 2012 – 1 O 60/​11 -