Kapi­tal­erhö­hung durch Ein­la­ge einer stil­len Beteiligung

Eine stil­le Betei­li­gung kann als Sach­ein­la­ge in eine GmbH ein­ge­bracht wer­den. Sie erlischt durch die Über­tra­gung auf die GmbH. Nach einem Rück­tritt kann der Über­neh­mer ver­lan­gen, dass die infol­ge der Über­tra­gung erlo­sche­ne stil­le Betei­li­gung neu begrün­det wird.

Kapi­tal­erhö­hung durch Ein­la­ge einer stil­len Beteiligung

Die stil­le Betei­li­gung kann trotz des Umstands, dass das vom stil­len Gesell­schaf­ter ein­zu­brin­gen­de Kapi­tal nicht Gesell­schafts­ver­mö­gen wird, nicht nur ver­mö­gens­recht­li­che Ansprü­che, son­dern ein Mit­glied­schafts­recht begrün­den [1]. Sie ist dann als eigen­stän­di­ges Wirt­schafts­gut anzu­se­hen und kann mit allen Rech­ten und Pflich­ten auf Drit­te über­tra­gen und zum Gegen­stand einer Sach­ein­la­ge gemacht wer­den [2], jeden­falls wenn – wie hier – eine aty­pi­sche stil­le Gesell­schaft begrün­det wor­den ist.

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 3. Novem­ber 2015 – II ZR 13/​14

  1. BGH, Urteil vom 24.02.1969 – II ZR 123/​67, BGHZ 51, 350, 353; Urteil vom 29.11.2011 – II ZR 306/​09, BGHZ 191, 354 Rn.19, 26; Roth in Baumbach/​Hopt, HGB, 36. Aufl., § 230 Rn. 21[]
  2. Münch­Komm-HGB/K. Schmidt, 3. Aufl., § 230 Rn. 175; eben­so wohl Staub/​Harbarth, HGB, 5. Aufl., § 230 Rn. 244 und § 234 Rn. 74[]