72-jäh­ri­ger Mör­der in „Erpro­bungs­pha­se“

Frü­hes­tens im März des Jah­res 2015 kann der seit über 47 Jah­ren inhaf­tier­te „Mit­tags­mör­der“ auf Bewäh­rung ent­las­sen wer­den. Nach­dem das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt im Novem­ber 2011 eine Ent­schei­dung auf­hob, mit der das Ober­lan­des­ge­richt Nürn­berg es zunächst abge­lehnt hat­te, den Rest der lebens­lan­gen Frei­heits­tra­fe zur Bewäh­rung aus­zu­set­zen, folgt das Ober­lan­des­ge­richt nun den Vorgaben

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Rap­per hat 8.000 Euro zu berappen

Eine Ent­schä­di­gung in Höhe von 8.000 Euro hat ein Rap­per an die Teil­neh­me­rin eines TV-Con­­tai­­ner-Pro­­­gramms zu zah­len wegen sei­ner her­ab­set­zen­den Äuße­run­gen im Inter­net. Dazu ist der Rap­per vom Land­ge­richt Ber­lin ver­ur­teilt wor­den. Er hat­te sich auf sei­nen Facebook‑, Twi­t­­ter- und MyS­­­pace-Sei­­ten abfäl­lig über die Frau geäu­ßert. Unmit­tel­bar nach ihrem Ausscheiden

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Über­fäl­le auf Wanderer

Die Täter der Über­fäl­le auf Wan­de­rer bei Hin­terher­m­ers­dorf sind jetzt vom Land­ge­richt Dres­den zu mehr­jäh­ri­gen Haft­stra­fen wegen schwe­ren Rau­bes ver­ur­teilt wor­den. Bei­de Ange­klag­ten waren gestän­dig und nah­men das Urteil an, das wegen Ver­zichts auf Rechts­mit­tel auch von Sei­ten der Staats­an­walt­schaft sogleich rechts­kräf­tig wur­de: Der 30-jäh­­ri­­ge Haupt­tä­ter, der an 2 Über­fäl­len auf

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Eva B. und die Hin­ter­blie­be­nen­ren­te nach dem Bundesentschädigungsgesetz

Nach dem Verster­ben eines Ehe­part­ners, der als Ver­folg­ter im Sin­ne des BEG aner­kannt war, steht dem Über­le­ben­den dann eine Hin­ter­blie­be­nen­ren­te gem. § 41 BEG zu, wenn mit der erfor­der­li­chen über­wie­gen­den Wahr­schein­lich­keit davon aus­zu­ge­hen ist, dass der Tod des Ehe­part­ners auf einer durch die Ver­fol­gung beru­hen­den Schä­di­gung sei­nes Kör­pers oder seiner

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Beam­ten­recht­li­cher Fami­li­en­zu­schlag bei der ein­ge­tra­ge­nen Lebenspartnerschaft

Die Ungleich­be­hand­lung von ein­ge­tra­ge­nen Lebens­part­ner­schaf­ten und Ehen beim beam­ten­recht­li­chen Fami­li­en­zu­schlag nach § 40 Abs. 1 Nr. 1 BBesG ver­stößt gegen den all­ge­mei­nen Gleich­heits­satz gemäß Art 3 Abs. 1 GG . So die Ent­schei­dung des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts in dem hier vor­lie­gen­den Fall der Ver­fas­sungs­be­schwer­de eines Bun­des­be­am­ten, der in einer ein­ge­tra­ge­nen Lebens­part­ner­schaft lebt und des­sen Antrag auf Zahlung

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Aus­lie­fe­rungs­haft­be­fehl gegen einen Tierschutzaktivisten

Das Ober­lan­des­ge­richt Frank­furt am Main hat den Aus­lie­fe­rungs­haft­be­fehl gegen den flüch­ti­gen kana­di­schen Tier­schutz­ak­ti­vis­ten Paul Wat­son, den Grün­der der „Sea She­pherd Con­ser­va­ti­on Socie­ty“, wie­der in Voll­zug gesetzt und die Ver­scho­nung auf­ge­ho­ben. Wat­son war auf­grund eines Haft­be­fehls Cos­ta Ricas, in dem ihm ein gefähr­li­cher Ein­griff in den Schiffs­ver­kehr vor­ge­wor­fen wird, bei der

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Bun­des­wahl­ge­setz verfassungswidrig

Die 2011 erfolg­te Neu­re­ge­lung des Sitz­zu­tei­lungs­ver­fah­rens für die Wah­len zum Deut­schen Bun­des­tag ist ver­fas­sungs­wid­rig. Das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt hat mit sei­nem heu­te ver­kün­de­ten Urteil ent­schie­den, dass das mit der Ände­rung des Bun­des­wahl­ge­set­zes (BWG) neu gestal­te­te Ver­fah­ren der Zutei­lung der Abge­ord­ne­ten­sit­ze des Deut­schen Bun­des­ta­ges gegen die Grund­sät­ze der Gleich­heit und Unmit­tel­bar­keit der Wahl

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Asyl­be­wer­ber­leis­tungs­ge­setz ist verfassungswidrig

Die Rege­lun­gen zu den Grund­leis­tun­gen in Form der Geld­leis­tun­gen nach dem Asyl­be­wer­ber­leis­tungs­ge­setz sind ver­fas­sungs­wid­rig. Bis zu einer Neu­re­ge­lung, die der Gesetz­ge­ber unver­züg­lich vor­zu­neh­men hat, erhal­ten Asyl­be­wer­ber die glei­chen Leis­tun­gen wie sie im Rah­men von Hartz IV vor­ge­se­hen sind. Das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt hat heu­te sein Urteil über die Vor­la­gen des Lan­des­so­zi­al­ge­richts Nor­d­rhein-Wes­t­­fa­­len zu

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Actus con­tra­ri­us

Die Lehr­satz des actus con­tra­ri­us – die Leh­re der „gegen­tei­li­gen Hand­lung“ (Gegen­akts­theo­rie) – besagt, dass eine Rechts­hand­lung und eine Hand­lung, die das Gegen­teil dar­stellt, die­sel­be recht­li­che Qua­li­tät haben müs­sen. Sofern kei­ne beson­de­ren Rege­lun­gen bestehen, gilt daher für die recht­li­che Behand­lung eines Rechts­akts das­sel­be wie für sein aus­drück­lich gere­gel­tes Gegen­teil. Wichtig

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Gesund­heits­schä­den durch Medikament

Die Rechts­nach­fol­ge­rin der Her­stel­ler­fir­ma des Medi­ka­men­tes Duo­gy­n­on haf­tet nicht für Gesund­heits­schä­den, die durch die­ses Medi­ka­ment ver­ur­sacht wor­den sind. Eine dem­entspre­chen­de Kla­ge auf Zah­lung von Schmer­zens­geld und Fest­stel­lung einer wei­ter­ge­hen­den Haf­tung ist wegen Ver­jäh­rung vom Land­ge­richt Ber­lin in dem hier vor­lie­gen­den Fall eines Klä­gers, der bereits im ver­gan­ge­nen Jahr eine Aus­kunfts­kla­ge angestrengt

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