Pfusch am Bau

Laut einer Unter­su­chung des Bau­her­ren-Schutz­bunds (BSB) und des Insti­tuts für Bau­for­schung Han­no­ver (IFB) fin­den sich im Durch­schnitt in einem jeden Bau­vor­ha­ben unge­fähr 18 Bau­män­gel. Bei die­sen han­delt es sich nicht um klei­ne opti­sche Makel, son­dern um teils gra­vie­ren­de Bau­män­gel. Sol­che Män­gel tre­ten immer wie­der bei dem Bau eines neu­en Hau­ses auf und sind für die Betrof­fe­nen mehr als ärger­lich. Nicht nur die Ner­ven lei­den unter Pfusch am Bau, son­dern zudem auch der Geld­beu­tel, denn oft­mals blei­ben Betrof­fe­ne auf den Kos­ten sit­zen, wenn sie die­se nicht schnell genug erken­nen. Der Kel­ler ist undicht, das Mau­er­werk ist ris­sig, die Dach­pfan­nen sit­zen schief. Bei unge­fähr 19 Pro­zent aller Bau­män­gel han­delt es sich um Pro­ble­me mit dem Roh­bau, bei 13 Pro­zent um Pro­ble­me mit der Gebäu­de­ab­dich­tung und eben­falls bei 13 Pro­zent um Män­gel im Bezug auf die Est­rich­bö­den oder den Wand­putz.

Pfusch am Bau

Was genau sind Bau­män­gel?

Bei Bau­män­geln han­delt es sich um erheb­li­che Schä­den am Bau, die unter ande­rem sogar für Lebens­ge­fahr sor­gen kön­nen. Insta­bi­le Dächer, feh­ler­haf­te Elek­trik oder man­geln­der Brand­schutz sind beson­ders gefähr­lich und soll­ten direkt bei der Bau­fir­ma rekla­miert wer­den. Auch wenn die letzt­end­li­che Leis­tung nicht die ist, die ver­trag­lich ver­ein­bart wur­de, han­delt es sich um Bau­män­gel. Gene­rell soll­te immer dann rekla­miert wer­den, wenn ein Unter­neh­men von den ver­trag­li­chen Vor­ga­ben abweicht, indem es zum Bei­spiel statt der ver­ein­bar­ten Mate­ria­li­en güns­ti­ge­re Ersatz­va­ri­an­ten ver­ar­bei­tet. Rund die Hälf­te der häu­figs­ten Män­gel­ur­sa­chen ent­steht durch eine feh­ler­haf­te Aus­füh­rung der Arbei­ten durch die Hand­wer­ker. Ein Vier­tel der Män­gel ist auf Feh­ler der Bau­lei­tung zurück­zu­füh­ren und cir­ca 20 Pro­zent auf all­ge­mei­ne Pla­nungs­feh­ler. Feh­ler­haf­tes Mate­ri­al ist nur bei unge­fähr fünf Pro­zent der Män­gel der Aus­lö­ser.

Blei­ben Sie nicht auf den Kos­ten sit­zen

Um nicht selbst die Kos­ten zu tra­gen, die durch den Pfusch am Bau ent­ste­hen, doku­men­tie­ren Sie wäh­rend den ein­zel­nen Pha­sen des Baus die Män­gel, die Ihnen auf­fal­len. Sie kön­nen die­se in Fotos fest­hal­ten und even­tu­ell auch Zeu­gen dafür parat haben. Des Wei­te­ren ist es Ihre Auf­ga­be, dem ver­ant­wort­li­chen Bau­un­ter­neh­mer die Män­gel umge­hend zu mel­den und eine Behe­bung die­ser zu for­dern. Sie kön­nen auch die Abschlags­zah­lung ver­wei­gern, bis die Män­gel besei­tigt sind oder gleich mit der Bau­fir­ma ver­ein­ba­ren, einen gewis­sen Pro­zent­satz der Bau­sum­me erst dann zu zah­len, wenn alle Män­gel besei­tigt sind und die Abnah­me erfolgt ist. Rat­sam ist es, sich bereits in der Pla­nungs­pha­se pro­fes­sio­nel­le Unter­stüt­zung durch unab­hän­gi­ge Archi­tek­ten, Bau­in­ge­nieu­re oder Anwäl­te zu holen. Die­se kön­nen den Ver­trag vor Abschluss auf ver­steck­te Kos­ten oder ande­re Lücken prü­fen und auch bei For­mu­lie­run­gen der Män­gel Hil­fe leis­ten. Bei­spie­le für Exper­ten fin­den sie unter ande­rem auf http://www.hahne-becker-partner.de/.