Die verzögerte Registereintragung einer Organschaft - und ihre steuerlichen Folgen

Die ver­zö­ger­te Regis­ter­ein­tra­gung einer Organ­schaft – und ihre steu­er­li­chen Fol­gen

Wird eine kör­per­schaft­steu­er­recht­li­che Organ­schaft infol­ge einer ver­zö­ger­ten Ein­tra­gung des Gewinn­ab­füh­rungs­ver­trags in das Han­dels­re­gis­ter erst in dem auf das Jahr der Han­dels­re­gis­ter­an­mel­dung fol­gen­den Jahr steu­er­lich wirk­sam, liegt dar­in kei­ne sach­li­che Unbil­lig­keit. Das gilt auch, wenn die ver­zö­ger­te Ein­tra­gung auf einem Fehl­ver­hal­ten einer ande­ren Behör­de, etwa des Regis­ter­ge­richts, beru­hen soll­te. In dem

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Verlustübernahmevereinbarungen - und die Änderung des Aktienrechts

Ver­lust­über­nah­me­ver­ein­ba­run­gen – und die Ände­rung des Akti­en­rechts

Eine kör­per­schaft­steu­er­recht­li­che Organ­schaft mit einer GmbH als Organ­ge­sell­schaft setzt nach § 17 Satz 2 Nr. 2 KStG a.F. vor­aus, dass aus­drück­lich die Ver­lust­über­nah­me ent­spre­chend § 302 AktG (in allen sei­nen Bestand­tei­len und in den jewei­li­gen Rege­lungs­fas­sun­gen) ver­ein­bart wor­den ist. Die­ses Ver­ein­ba­rungs­er­for­der­nis bezieht sich auch auf sol­che Rege­lungs­be­stand­tei­le des § 302 AktG, die

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Gewinnabhängige Ausgleichszahlungen an Minderheitsgesellschafter

Gewinn­ab­hän­gi­ge Aus­gleichs­zah­lun­gen an Min­der­heits­ge­sell­schaf­ter

Die Ver­ein­ba­rung von Aus­gleichs­zah­lun­gen des beherr­schen­den Unter­neh­mens an einen außen­ste­hen­den Gesell­schaf­ter der beherrsch­ten Gesell­schaft steht der kör­per­schaft­steu­er­recht­li­chen Aner­ken­nung eines Gewinn­ab­füh­rungs­ver­trags ent­ge­gen, wenn neben einem bestimm­ten Fest­be­trag ein zusätz­li­cher Aus­gleich gewährt wird, des­sen Höhe sich am Ertrag der ver­meint­li­chen Organ­ge­sell­schaft ori­en­tiert und der zu einer ledig­lich antei­li­gen Gewinn­zu­rech­nung an den ver­meint­li­chen

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Aktienoptionsprogramme im Jahresabschluss

Akti­en­op­ti­ons­pro­gram­me im Jah­res­ab­schluss

Eine Akti­en­ge­sell­schaft kann Rück­stel­lun­gen für Ver­bind­lich­kei­ten aus einem Akti­en­op­ti­ons­pro­gramm zuguns­ten von lei­ten­den Mit­ar­bei­tern nicht bil­den, wenn die Optio­nen nur aus­ge­übt wer­den kön­nen, falls der Ver­kehrs­wert der Akti­en zum Aus­übungs­zeit­punkt einen bestimm­ten Betrag (hier: 10 % des Aus­übungs­prei­ses) über­steigt und/​oder wenn das Aus­übungs­recht davon abhängt, dass es in der Zukunft zu einem

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Verlustabzug bei Kapitalgesellschaften wegen schädlichen Beteiligungserwerbs

Ver­lust­ab­zug bei Kapi­tal­ge­sell­schaf­ten wegen schäd­li­chen Betei­li­gungs­er­werbs

Die gesetz­li­che Rege­lung zum Ver­lust­ab­zug bei Kapi­tal­ge­sell­schaf­ten nach § 8c Satz 1 KStG (jetzt § 8c Abs. 1 Satz 1 KStG) ist nach einer aktu­el­len Ent­schei­dung des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts mit dem Grund­ge­setz unver­ein­bar. Die Rege­lung in § 8c Satz 1 KStG, wonach der Ver­lust­vor­trag einer Kapi­tal­ge­sell­schaft antei­lig weg­fällt, wenn inner­halb von fünf Jah­ren mehr als

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Gemeinnützigkeit - und der wirtschaftliche Geschäftsbetrieb

Gemein­nüt­zig­keit – und der wirt­schaft­li­che Geschäfts­be­trieb

Nach § 5 Abs.1 Nr. 9 Satz 1 KStG ist eine Kör­per­schaft von der Kör­per­schaft­steu­er befreit, wenn sie nach der Sat­zung und der tat­säch­li­chen Geschäfts­füh­rung aus­schließ­lich und unmit­tel­bar gemein­nüt­zi­gen, mild­tä­ti­gen oder kirch­li­chen Zwe­cken dient (§§ 51 bis 68 AO). Unter­hält sie einen wirt­schaft­li­chen Geschäfts­be­trieb (§ 14 AO), ist die Steu­er­be­frei­ung inso­weit aus­ge­schlos­sen (§

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Britische Universitätskolleges - und ihre Gemeinnützigkeit in Deutschland

Bri­ti­sche Uni­ver­si­täts­kol­le­ges – und ihre Gemein­nüt­zig­keit in Deutsch­land

Ein­rich­tun­gen, die aus­schließ­lich ideel­le oder altru­is­ti­sche Zie­le ver­fol­gen und nicht auf einem Markt in Wett­be­werb mit ande­ren Wirt­schafts­teil­neh­mern auf­tre­ten, sind man­gels Erwerbs­zwecks vom uni­ons­recht­li­chen Gesell­schafts­be­griff des Art. 54 AEUV aus­ge­nom­men. Hin­ge­gen kön­nen ver­mö­gens­ver­wal­ten­de Tätig­kei­ten gemein­nüt­zi­ger Kör­per­schaf­ten einen Erwerbs­zweck i.S. des Art. 54 AEUV begrün­den. Die for­mel­le Sat­zungs­mä­ßig­keit nach § 59

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Der auf 0 EUR lautenden Körperschaftsteuerbescheid - und der Streit um die Gemeinnützigkeit

Der auf 0 EUR lau­ten­den Kör­per­schaft­steu­er­be­scheid – und der Streit um die Gemein­nüt­zig­keit

Zur Dar­le­gung einer Rechts­ver­let­zung i.S. des § 40 Abs. 2 FGO durch einen auf 0 EUR lau­ten­den Kör­per­schaft­steu­er­be­scheid reicht es aus, dass der Hoch­schu­le gel­tend macht, in dem Bescheid wer­de zu Unrecht sei­ne Kör­per­schaft­steu­er­pflicht bejaht, weil er gemäß § 5 Abs. 1 Nr. 9 KStG von der Kör­per­schaft­steu­er befreit sei . Die Erwä­gung des Finanz­ge­richts

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Konzerninterne Aufwärtsverschmelzung - und der Verlust der wirtschaftlichen Identität

Kon­zern­in­ter­ne Auf­wärts­ver­schmel­zung – und der Ver­lust der wirt­schaft­li­chen Iden­ti­tät

Gemäß § 8 Abs. 4 Satz 1 KStG 1996 n.F. ist Vor­aus­set­zung für den Abzug von Ver­lus­ten nach § 10d EStG bei einer Kör­per­schaft, dass sie nicht nur recht­lich, son­dern auch wirt­schaft­lich mit der Kör­per­schaft iden­tisch ist, die den Ver­lust erlit­ten hat. § 8 Abs. 4 KStG 1996 n.F. defi­niert die sog. wirt­schaft­li­che Iden­ti­tät einer

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Wertpapierleihe - und die Zurechnung der Aktien

Wert­pa­pier­lei­he – und die Zurech­nung der Akti­en

Das wirt­schaft­li­che Eigen­tum an Akti­en, die im Rah­men einer sog. Wert­pa­pier­lei­he an den Ent­lei­her zivil­recht­lich über­eig­net wur­den, kann aus­nahms­wei­se beim Ver­lei­her ver­blei­ben, wenn die Gesamt­wür­di­gung der Umstän­de des Ein­zel­fal­les ergibt, dass dem Ent­lei­her ledig­lich eine for­ma­le zivil­recht­li­che Rechts­po­si­ti­on ver­schafft wer­den soll­te. § 8b KStG 2002 i.d.F. des UntS­tRefG 2008 fin­det

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