Außer­or­dent­li­che Kün­di­gung einer stil­len Gesell­schaft

Nach der stän­di­gen Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs setzt das – unent­zieh­ba­re – Recht zur außer­or­dent­li­chen Kün­di­gung vor­aus, dass dem Kün­di­gen­den nach Lage des Fal­les eine Fort­set­zung der Gesell­schaft bis zum Ver­trags­en­de oder zum nächs­ten ordent­li­chen Kün­di­gungs­ter­min nicht zuge­mu­tet wer­den kann, weil das Ver­trau­ens­ver­hält­nis zwi­schen den Gesell­schaf­tern grund­le­gend gestört oder ein gedeih­li­ches Zusam­men­wir­ken aus sons­ti­gen, nament­lich auch aus wirt­schaft­li­chen Grün­den nicht mehr mög­lich ist [1].

Außer­or­dent­li­che Kün­di­gung einer stil­len Gesell­schaft

Die Fest­stel­lung des wich­ti­gen Grun­des zur Kün­di­gung erfor­dert des­halb die ein­ge­hen­de (tatrich­ter­li­che) Wür­di­gung der Gesamt­um­stän­de des Ein­zel­fal­les [2].

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 3. Febru­ar 2015 – II ZR 335/​13

  1. BGH, Urteil vom 22.05.2012 – II ZR 2/​11, ZIP 2012, 1500 Rn. 28 mwN[]
  2. BGH, Urteil vom 22.05.2012 – II ZR 2/​11, ZIP 2012, 1500 Rn. 28[]