Dank einfacher Shopsysteme ist es gar nicht mehr so schwer, einen Online-Shop zu eröffnen. Um wirklich ein erfolgreiches E-Commerce-Geschäft aufzuziehen, sind aber viel Engagement, Geduld und vor allem Know-how gefragt.

Produkte auswählen und die Zielgruppe definieren
Jeder Online-Shop sollte mit einer innovativen Idee beginnen. Deswegen gilt es zunächst, den Markt zu analysieren und ein passendes Produkt zu finden. Um die Konkurrenz zu umgehen, kann es sinnvoll sein, sich beim E-Commerce auf Nischenprodukte zu stützen, die es sonst nur selten zu kaufen gibt. Damit wird zwar die Zielgruppe eingegrenzt, gleichzeitig sinkt aber auch die Anzahl an Wettbewerbern. Wer sich hingegen für ein Produkt entscheidet, das bereits bei vielen anderen Anbietern anzufinden ist, sollte sich eine Strategie überlegen, wie er auf dem übersättigten Markt bestehen kann. In diesem Fall ist es zum Beispiel besonders wichtig, die individuellen Alleinstellungsmerkmale herauszuarbeiten. Wird das Produkt besonders nachhaltig hergestellt? Hat es ein deutlich geringeres Gewicht als vergleichbare Produkte? Überzeugt es mit speziellen Funktionen? Nach der Auswahl des Produktes sollte die Zielgruppe definiert werden, damit das Marketing auf sie abgezielt werden kann.
Online-Shop auch ohne große Vorkenntnisse erstellen
Die Shopsysteme von Shopify, WooCommerce und anderen Anbietern erleichtern die Erstellung eines Online-Shops ungemein. Die Lösung von Shopify lohnt sich sowohl für kleine als auch für mittelständische und große Unternehmen. Auch ohne Programmierkenntnisse können Unternehmer hiermit ihren eigenen Shop eröffnen. Bei dem System von WooCommerce handelt es sich hingegen um ein Plugin für WordPress. Im Internet warten aber noch viele weitere Anbieter, sodass für jeden Fall eine passende Lösung vorhanden sein sollte. Die Shopsysteme erlauben meist die Integration von verschiedenen Zahlungsarten. Optimalerweise sollte eine große Bandbreite an verschiedenen Varianten angeboten werden, sodass jeder Kunde sich seine favorisierte Methode aussuchen kann.
Domainnamen finden und registrieren
Nachdem der Shop erstellt wurde, geht es darum, eine Domain festzulegen. Der Name sollte möglichst leicht einprägsam sein und im besten Fall dem Namen des Shops entsprechen. Allerdings können nur Domains registriert werden, die vorher noch nicht existiert haben. Zusätzlich sollte überprüft werden, ob der Name geschützt ist. Für die Recherche bieten sich die Datenbanken des DPMA an. Dort sind alle eingetragenen Marken aufgelistet. Dieser Schritt sollte auf keinen Fall übersprungen werden, denn Markenrechtsverletzungen können Abmahnungen und hohe Bußgelder nach sich ziehen.
Online-Shop durch SEO bekannter machen
Damit das E-Commerce schnell wächst, sollten es die Kunden so leicht wie möglich haben, den Online-Shop zu finden. Deswegen ist die Suchmaschinenoptimierung eine entscheidende Maßnahme für den unternehmerischen Erfolg. Durch hochwertigen Content, passende Keywords, schnelle Ladezeiten und eine Anpassung an mobile Endgeräte lässt sich die Sichtbarkeit bei Google erhöhen. Anfänger sollten in eine professionelle SEO-Beratung investieren, denn die Suchmaschinenoptimierung ist komplex und bedarf einer gewissen Erfahrung.
Anmeldungen bei den Behörden durchführen
Bei der Eröffnung eines Online-Shops sollte nicht vergessen werden, dass auch ein paar Anmeldungen bei den Behörden erledigt werden müssen. Üblicherweise wenden sich Gründer zunächst an das Gewerbeamt. Anschließend kann der Fragebogen zur steuerlichen Erfassung für das Finanzamt ausgefüllt werden. Im Zuge dessen kann auch direkt die Umsatzsteuernummer beantragt werden. Sie ist dann notwendig, wenn Gewinne von mehr als 22.000 Euro im ersten Geschäftsjahr zu erwarten sind. Ansonsten kann zur Kleinunternehmerregelung optiert werden. Dann muss keine Umsatzsteuer erhoben werden. Gleichzeitig ist aber auch kein Vorsteuerabzug möglich. Wenn Unsicherheiten diesbezüglich bestehen oder der Gründer nicht genau weiß, für welche Rechtsform er sich entscheiden soll, kann er sich an einen Steuerberater wenden.







