Regelmäßige Wartung ist das A und O bei der Brandsicherheit

Für die einwandfreie Funktion von Sicherheitssystemen und –anlagen wie Brandmeldeanlagen, Löschanlagen, Sicherheitsbeleuchtungen und ähnlichen Systemen ist der Betreiber verantwortlich. Dieser Pflicht müssen daher alle Betriebsarten nachkommen, wobei sich die spezifischen Anforderungen je nach Branche und Bereich unterscheiden können. Eine regelmäßige Wartung ist daher das A und O bei der Brandsicherheit – in der Praxis sieht es allerdings in vielen Unternehmen anders aus. Die Vorschrift wird von vielen Verantwortlichen als lästig empfunden. Um das eigene Haftungsrisiko zu minimieren, kann es empfehlenswert sein, die Wartung an einen externen Dienstleister auszulagern. In diesem Beitrag erfahren Sie, wie Unternehmen einfach dem Brandschutz nachkommen können.

Regelmäßige Wartung ist das A und O bei der Brandsicherheit

Den Brandschutz outsourcen und die Funktion von Sicherheitssystemen gewährleisten

Die hohen Anforderungen und das Haftungsrisiko sind bei Sicherheitssystemen verständlich. Sie schützen Menschen, Gebäude und Sachwerte und müssen daher stets funktionieren. Für die Brandprävention, die Branddetektion und die Brandbekämpfung sind die Sicherheitssysteme essentiell und müssen im Ernstfall auch nach langjähriger „Nichtnutzung“ effektiv auslösen. Zu diesen Systemen gehören Brandmeldeanlagen, Sprachalarmanlagen, Löschanlagen, die Sicherheitsstromversorgung und -beleuchtung, sowie Videosysteme zum Schutz vor Raub und Vandalismus.

In der Praxis werden die Wartung und Instandhaltung dieser Systeme oftmals als lästige Pflicht wahrgenommen, die zwischen unterschiedlichen Niederlassungen und der Zentrale hin- und hergeschoben wird. Die Wichtigkeit der nötigen Anforderungen an den Brandschutz sollten allerdings – auch aus eigenem Interesse – nie unterschätzt werden. Auch nach Jahren ohne Vorfälle im eigenen Betrieb müssen sie bei Gefahr funktionieren und auslösen. Um diesen Aufwand und auch das Haftungsrisiko zu minimieren, kann es sich lohnen, diese Aufgaben an einen externen Brandschutzdienstleister abzugeben oder das eigene Personal mit Fortbildungen zu schulen. Solchen Fortbildungen geben eine klare Übersicht über die sich stetig ändernden Normen, Richtlinien und Regelwerke zum Brandschutz und verhelfen zur Zertifizierung DIN 14675. Zudem kann man eine Beratung zum Sicherheitskonzept im Unternehmen erhalten. Bei der DIN 14675, oft auch Feuerwehrnorm genannt, handelt es sich um die Norm für Brandmeldeanlagen und Sprachalarmanlagen mit Aufschaltung zur Feuerwehr.

Brandschutz mit Sicherheitsanlagen: Erst Errichtung, dann Wartung

Bereits bei der Errichtung und Inbetriebnahme sind viele Vorschriften, Regeln und Normen zu beachten. Doch nach der Inbetriebnahme ist die langjährige Funktion nicht automatisch gegeben. Eine regelmäßige und fachkundige Wartung und Instandhaltung ist essentiell und gehört zu den Anforderungen des Brandschutzes. Maßnahmen der Wartung können Begehungen, Inspektionen und Instandhaltungen sein, die die derzeitige Funktionsfähigkeit sicherstellen und drohende Mängel rechtzeitig erkennen.

In der Praxis sieht es anders aus – jede fünfte Anlage weißt Mängel auf

Laut dem aktuellen VdTÜV-Baurechtsreport ist dies in der Praxis allerdings nicht immer der Fall. Im Jahr 2015 wiesen 18,5 Prozent der erstmalig und 20 Prozent der wiederholt geprüften sicherheitstechnischen Anlagen „wesentliche Mängel“ auf, die keine Prüfbescheinigung durch den Sachverständigen erhalten konnten. In diesen Fällen werden von Baubehörden Maßnahmen ergriffen, die bei schweren Mängeln bis zur Betriebsschließung führen können. Es lässt sich also erkennen, dass bei vielen Unternehmen und Betrieben bei der korrekten Wartung von Sicherheitsanlagen Nachholbedarf besteht.

Der Betreiber der Anlage bleibt verantwortlich für die Instandhaltung

Die gesetzliche Lage ist eindeutig: Der Betreiber ist bei sicherheitstechnischen Anlagen für deren Instandhaltung verantwortlich. Bereits aus dem § 4 Abs. 3 der Arbeitsstättenverordnung lässt sich diese Verantwortung erkennen:

  • Der Arbeitgeber hat die Sicherheitseinrichtungen, insbesondere Sicherheitsbeleuchtung, Brandmelde- und Feuerlöscheinrichtungen, Signalanlagen, Notaggregate und Notschalter sowie raumlufttechnische Anlagen instand zu halten und in regelmäßigen Abständen auf ihre Funktionsfähigkeit prüfen zu lassen.
  • Für Unternehmen mit einer Brandschutzmeldeanlage mit Aufschaltung gilt wie bereits erwähnt die technische Aufschaltbedingung der jeweiligen Feuerwehr. In der Regel verlangen diese eine Anwendung der DIN 14675 mit Regelung zur Instandhaltung – für die der Betreiber stets verantwortlich ist.

Für ein effektives Brandschutzkonzept im Unternehmen sollte daher immer auf eine korrekte und regelmäßige Wartung der eigenen Sicherheitsanlagen wertgelegt werden, da es ansonsten zu schwerwiegenden Konsequenzen kommen kann. Sie können mit Mitarbeiterfortbildungen selbst für qualifiziertes Personal sorgen oder die Aufgabe an einen externen Dienstleiter outsourcen.