Der einem GmbH-Gesell­schaf­ter gleich­stell­te stil­le Gesell­schaf­ter

Ein stil­ler Gesell­schaf­ter, der nach den Bestim­mun­gen des stil­len Gesell­schafts­ver­tra­ges zwar nicht am Ver­mö­gen, wohl aber ganz über­wie­gend, näm­lich zu 95 %, am Gewinn und Ver­lust der Schuld­ne­rin betei­ligt ist und die Mög­lich­keit hat, auf­grund der ihm von den Gesell­schaf­tern erteil­ten Voll­macht und einer gesetz­li­chen Ver­tre­tungs­macht die Rech­te der Gesell­schaf­ter in der Gesell­schaf­ter­ver­samm­lung in vol­lem Umfang aus­zu­üben, ist Normadres­sat des § 32a Abs. 3 Satz 1 GmbHG aF.

Der einem GmbH-Gesell­schaf­ter gleich­stell­te stil­le Gesell­schaf­ter

Eine bös­li­che Hand­lungs­wei­se i.S. des § 31 Abs. 5 Satz 2 GmbHG aF kann dann vor­lie­gen, wenn der einem Gesell­schaf­ter gleich­ge­stell­te Emp­fän­ger der Zah­lung weiß oder sich der Erkennt­nis­mög­lich­keit ver­schließt, dass die Gesell­schaft zum Zeit­punkt des Weg­falls der Umstän­de, die zu sei­ner Gleich­stel­lung mit einem Gesell­schaf­ter geführt haben, (noch) in der Kri­se war.

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 24. Sep­tem­ber 2013 – II ZR 39/​12