Geld­wä­sche – und die hin­ter­zo­ge­ne Bier­steu­er

Als „Gegen­stand“ im Sin­ne von § 261 Abs. 1 Satz 1 StGB gel­ten gemäß § 261 Abs. 1 Satz 3 StGB in den Fäl­len gewerbs- oder ban­den­mä­ßi­ger Steu­er­hin­ter­zie­hung auch die durch eine sol­che Tat erspar­ten Auf­wen­dun­gen. Hier­zu zählt auch eine ban­den­mä­ßig began­ge­ne Steu­er­hin­ter­zie­hung von fran­zö­si­scher Bier­steu­er.

Geld­wä­sche – und die hin­ter­zo­ge­ne Bier­steu­er

Um sol­che erspar­ten Auf­wen­dun­gen han­delt es sich hier, weil der zur Zah­lung Ver­an­lass­te durch unrich­ti­ge Steu­er­erklä­run­gen gegen­über den zustän­di­gen fran­zö­si­schen Finanz­be­hör­den von ihm geschul­de­te Bier­steu­er nicht ent­rich­tet hat­te.

Dafür, dass die geleis­te­ten Gel­der aus die­sen Vor­ta­ten der ban­den­mä­ßi­gen Steu­er­hin­ter­zie­hung her­rüh­ren, genügt es bereits, dass zwi­schen dem „Gegen­stand“ und der Vor­tat ein Kau­sal­zu­sam­men­hang besteht, der „Gegen­stand“ also sei­ne Ursa­che in der rechts­wid­ri­gen Tat hat [1].

So ver­hält es sich hier, weil der Steu­er­hin­ter­zie­her übe ent­spre­chen­de Gel­der ver­füg­te, weil er in gro­ßem Umfang Bier von Frank­reich in das Ver­ei­nig­te König­reich ver­äu­ßer­te bzw. ver­äu­ßern ließ, ohne die dafür geschul­de­te fran­zö­si­sche Bier­steu­er zu ent­rich­ten.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 11. Mai 2016 – 1 StR 352/​15

  1. sie­he nur BGH, Beschluss vom 18.02.2009 – 1 StR 4/​09, BGHSt 53, 205, 209 Rn. 13[]