Mit diesen Konsequenzen muss man bei fehlerhafter Buchhaltung rechnen

Jed­er Unternehmer sollte die Grund­la­gen der Buch­hal­tung beherrschen und seine Büch­er von vorn­here­in ordentlich vor­bere­it­en, damit sich erst gar keine Fehler ein­schle­ichen. Ent­deckt das Finan­zamt näm­lich Lück­en, kann das ganz schön teuer wer­den. Grobe Fehler in der Buch­hal­tung — auch wenn sie nur verse­hentlich passiert sein soll­ten – kön­nen fatale Fol­gen haben und im schlimm­sten Fall sog­ar mit ein­er Frei­heitsstrafe wegen Steuer­hin­terziehung geah­n­det wer­den.

Mit diesen Konsequenzen muss man bei fehlerhafter Buchhaltung rechnen

Hinzuschätzungen vom Finanzamt können teuer werden

Stellt das Finan­zamt bei ein­er Betrieb­sprü­fung fest, dass ein Unternehmen die Buch­führung nicht ord­nungs­gemäß durchge­führt hat, kann es unter Umstän­den Hinzuschätzun­gen vornehmen. Der Betrieb­sprüfer geht in diesem Fall davon aus, dass nicht alle Betrieb­sein­nah­men richtig erfasst wur­den und hat das Recht dazu, die Besteuerungs­grund­lage nach der größten Wahrschein­lichkeit zu schätzen. Hier­für ste­hen dem Finan­zamt ver­schiedene Schätzungsmeth­o­d­en zur Ver­fü­gung. Die gewählte Schätzungsmeth­ode muss zwar dem Ziel gerecht wer­den, den tat­säch­lichen Besteuerungs­grund­la­gen durch Wahrschein­lichkeit­süber­legun­gen möglichst nahe zu kom­men, allerd­ings kann das für Betrof­fene oft trotz­dem ganz schön teuer wer­den.

Steuerhinterziehung wird mit hohen Geld- oder sogar Haftstrafen geahndet

Wer unter Ver­dacht gerät, Steuern hin­ter­zo­gen zu haben, muss mit ein­er safti­gen Geld­strafe oder schlimm­sten­falls sog­ar mit ein­er Frei­heitsstrafe von bis zu zehn Jahren rech­nen. Aus strafrechtlich­er Sicht macht es näm­lich keinen Unter­schied, ob man beispiel­sweise seinem Nach­barn 10.000 Euro klaut, oder Steuer­hin­terziehung im Wert von 10.000 Euro bege­ht. 

Gemäß § 370 der Abgabenord­nung (AO) fall­en fol­gende Tatbestände unter Steuer­hin­terziehung:

  • Es wer­den unrichtige oder unvoll­ständi­ge Angaben gegenüber Finanzbe­hör­den bzw. anderen Behör­den über steuer­lich erhe­bliche Tat­sachen gemacht.
  • Finanzbe­hör­den wer­den pflichtwidrig über steuer­lich erhe­bliche Tat­sachen in Unken­nt­nis gelassen.
  • Die Ver­wen­dung von Steuerze­ichen oder Steuer­stem­plern wird pflichtwidrig unter­lassen, wodurch Steuern verkürzt oder nicht gerecht­fer­tigte Steuer­vorteile erlangt wer­den.

Wer bei ein­er vorsät­zlichen Steuer­hin­terziehung ertappt wird, muss also nicht nur mit Geld- oder sog­ar Haft­strafen rech­nen, son­dern die ver­schwiege­nen Erträge der let­zten zehn Jahre auch noch entsprechend nachver­s­teuern. Hinzu kommt außer­dem ein Strafzins sechs Prozent pro Jahr. Für Schuld­ner bedeutet dies oft eine große, finanzielle Belas­tung, da die Summe in der Regel als Ein­malzahlung ver­rech­net wird.

Bei Nichteinhaltung fester Fristen drohen Säumniszuschläge und Verzugszinsen

Auch das Ver­säu­men von Fris­ten kann dur­chaus teuer wer­den, da in diesem Fall Säum­niszuschläge und Verzugszin­sen anfall­en. Rück­ständi­ge Steuer­las­ten beispiel­sweise kosten oft zwei Prozent des offe­nen Betrags, dazu kom­men außer­dem noch Verzugszin­sen. Diese Kosten lassen sich ver­mei­den, indem man sich von vorn­here­in darum küm­mert, seine Steuern rechtzeit­ig zu zahlen. Am besten ist es, sich bere­its im Voraus über alle wichti­gen Fris­ten und Ter­mine zu informieren, damit es am Ende gar nicht erst zu einem zeitlichen Eng­pass mit der Bezahlung kommt. Bemerkt man, dass man einen Ter­min oder eine Frist nicht ord­nungs­gemäß ein­hal­ten kann, hält man ide­al­er­weise Rück­sprache mit dem Finan­zamt. In der Regel ist die Behörde unter solchen Umstän­den koop­er­a­tiv und zeigt Ver­ständ­nis, wenn man sich rechtzeit­ig meldet.

Fazit

Auch wenn Unternehmen ihre Buch­hal­tung von einem Buch­hal­ter oder Steuer­ber­ater erledi­gen lassen, kann es manch­mal passieren, dass sich Fehler ein­schle­ichen. Wichtige Vorar­beit für den Buch­hal­ter bzw. Steuer­ber­ater kön­nen Unternehmer aber bere­its mit der richti­gen Buch­hal­tungssoft­ware leis­ten (u.a. bei diesem Anbi­eter erhältlich). Mit einem solchen Pro­gramm kön­nen sie dafür sor­gen, dass die Buch­hal­tung von vorn­here­in immer ord­nungs­gemäß und frist­gerecht erledigt wird, um erst gar keinen Ärg­er mit dem Finan­zamt zu riskieren.